Zeckenuntersuchung

Testablauf (DNA-Isolierung, PCR-Methode)

Die Identifizierung von Borrelien in der Zecke erfolgt mit Hilfe der DNA-Analytik, d.h. es wird geprüft, ob die Erbsubstanz (DNA) von Borrelien in der Zecke nachweisbar ist.

Borrelien Keim

Hierzu wird zuerst der Chitinpanzer der Zecke manuell zerstört und das Ganze dann mit Verdauungsenzymen (Proteinase) behandelt und lysiert. Die anschließende DNA-Isolierung erfolgt mit den neuesten Methoden (»Magnetpartikel«) auf einem Isolierungs-Automaten. Der Nachweis der potentiell vorhandenen Borrelien-DNA wird mit Hilfe der sogenannten PCR-Methode geführt. Diese Polymerase-Kettenreaktion (PCR) spielt heutzutage eine wichtige Rolle in der Routinediagnostik zum Nachweis von Bakterien oder Viren, und erlaubt die spezifische Vervielfältigung geringster DNA-Mengen des gewünschten Erregers. Im Falle des Borrelien­nachweises benutzen wir ein »nested PCR«-Verfahren, d.h. zwei hintereinander geschaltete Vervielfältigungen, um die höchst­mögliche Spezifität und Sensitivität zu gewährleisten. Die Produkte dieser »nested PCR« werden dann auf einem Agarosegel analysiert.Desweiteren nutzen wir das standardisierte Verfahren Milenia® Genline Borrelia Direct der Milenia Biotec, GmbH, Bad Nauheim. Um höchstmögliche Sensitivität und Spezifität zu erreichen, wird die Borrelien-DNS in einem »one-step« PCR-Verfahren mit hochspezifischen Primern vervielfältigt und mittels Sondenhybridisierung überprüft. Für die Analyse kommt ein genial einfaches Schnelltest-Verfahren zum Einsatz. Nur Amplifi­kationsprodukte, die an die Sonde binden erzeugen auf dem Teststreifen zwei rote Linien und damit ein positives Signal. Die nachfolgende Interpretation der Resultate ist dann vergleichsweise einfach. Ein negatives PCR-Ergebnis besagt, dass keine Borrelien-DNA in der Zecke gefunden werden konnte, und somit das Risiko einer Borrelien-Infektion relativ gering ist. Erhält man jedoch ein positives PCR-Ergebnis, so beweist dies das Vorhandensein von Borrelien in der Zecke, und damit das Risiko einer erfolgten Übertragung der Erreger im Verlaufe des Stiches. In diesem Fall sollten dann weitere Schritte in Hinblick auf eine prophylaktische Antibiose mit dem Hausarzt beraten werden.

Tuesday, .01.2009 - 13:01
 
 
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