Ehrlichien, Babesien & Rickettsien

Ehrlichien-Erreger

Ehrlichien werden von Zecken auf den Menschen übertragen. Sie können zu schweren akuten oder chronischen Krankheitszuständen mit Fieber, Schüttelfrost, Kopfschmerzen, Myalgien, Arthralgien, Leber- und Nierenfunktionsstörungen führen. Ehrlichiosen gehören zu den »neu aufgetretenen« Infektionskrankheiten, die aufgrund der Nichtanzüchtbarkeit mit klassischen mikrobiologischen Verfahren bisher selten diagnostiziert wurden. Bei den im Jahr 2007 von synlab untersuchten Zecken wurde eine Durchseuchung mit Ehrlichien von ca. 6% nachgewiesen!


Babesien-Erreger

Diese Parasiten befallen die roten Blutzellen und führen je nach Parasitendichte zu einer mehr oder minder ausgeprägten Hämolyse. Diese Erkrankung ist auch als Hundemalaria bekannt. Beim Menschen wird die Krankheit selten diagnostiziert, möglicherweise aufgrund eines unauffälligen Krankheitsverlaufs. Bei Patienten mit Immundefekten hingegen kann die Erkrankung einen sehr viel schwereren, z.T. lebensbedrohlichen Verlauf nehmen.


Rickettsien-Erreger

Rickettsien kommen auf Nagern und deren parasitierenden Spinnentieren (Läuse, Flöhe, Milbe und Zecke) vor. In Zecken werden zahlreiche unterschiedliche Rickettsienarten gefunden. Im Englischen Garten in München wurde vor einigen Jahren eine neue Rickettsienart »Rickettsia monacensis« gefunden, zu der auch das Rocky-Mountain Spotted Fever (RMSF) gehört. Das RMSF kann schwerwiegende, zum Teil tödliche Erkrankungen hervorrufen. Es ist davon auszugehen, dass man Rickettsiosen künftig häufiger bei uns finden wird.

Tuesday, .01.2009 - 13:09
 
 
Letzte Aktualisierung: 07.11.2008, 15:10 Uhr – Impressum/Datenschutzerklärung